23.04.14

Blog eingestellt

Es ist ja nicht zu übersehen, an diesem Blog wird nicht mehr gearbeitet. Aber ich finde, er verdient einen kleinen Abschiedsgruß
Nach dem Massaker von Oslo und Utøya hab ich so intensiv mit diesem Thema gearbeitet, dass ich kein Bedürfnis mehr hatte, noch mehr "spannende Kriminalfälle" zu durchleuchten. So spannend sie auch sein mögen, sie erzählen auch immer die Geschichte von einem tiefen Leid, von Angst und Schmerz.

Den Blog selbst lasse ich online und am Leben, da er doch viele zusammen getragene Fakten enthält.

vielleicht komme ich ja auch irgendwann mal wieder auf dieses Thema zurück. Kriminalfälle gäbe es jedenfalls genug.


15.11.12

Neue DNA-Spuren geben Hoffnung in alten Fällen - Der Mord an Anne Stine Geisler

Gleich 14 Morduntersuchungen werden nun in Dänemark dank der Fortschritte in der DNA-Forschung neu aufgerollt. Einige der Fälle liegen 30 Jahre und weiter zurück, man hatte bereits aufgegeben, jemals den Mörder zu finden. Aber nun ist die Technologie so weit, dass man aus minimalen Spuren bereits die DNA isolieren kann.

Nachdem die Polizei bekannt gegeben hatte, dass man nun in einer Reihe von Fällen erneut nachforschen will, reagierte auch die Öffentlichkeit. Die Polizei bekam zahlreiche neue Hinweise.

Der Mord an Anne Stine Geisler

Der bekannteste Mord, der nun vielleicht endlich aufgeklärt wird, ist der schreckliche Tod von Anne Stine Geisler a1990. Die 18-Jährige wohnte mitten in der Altstadt von Kopenhagen in einem Zimmer für sich alleine. Die Eltern wohnten ein Stockwerk tiefer und hatten extra ein Mansardenzimmer für sie dazu gekauft und eingerichtet.

Alles schien wirklich perfekt zu sein.


Am späten Pfingstsonntag-Abend kam Anne Stine nach Hause. Die Polizei geht davon aus, dass sie das Tor zum Nebenhaus aufschloss, um ihr Rad in den Hinterhof zu stellen, und dann über eine so genannte Kellertreppe, wie man sie in allen Kopenhagen Wohnhäusern findet, in ihr Mansardenzimmer gehen wollte. Ihr Fahrrad stellte sie noch ab, dann wurde sie irgendwo auf dem Weg zwischen Hinterhof und Zimmer von ihrem Mörder überrascht.

Er schleppte sie in den Keller, fesselte sie mit einer Leitung und stopfte ihr Lumpen in den Mund. Dann zerschnitt er ihr Gesicht und ritzte ihr ein mysteriöses Symbol in den Unterarm. Am Ende überschüttete er sie mit flüssigem Bohnerwachs. Sexuell wurde sie wahrscheinlich nicht misshandelt. Anne Stine erstickte an den Lumpen, die ihr der Mörder in den Mund gesteckt hatte.

Anne Stine hatte dank der elterlichen Wohnung in der Altstadt viele Freunde und Bekannte aus Künstler- und Schicki-Micki-Kreisen, die dort in den beliebten Altstadt-Bars und Cafés Stammgäste waren. Anne Stine und ihre Freunde trafen sich besonders gerne in der Bar "Sabines Cafeteria".

Laut ihrem Tagebuch hatte sie auch eine Affäre mit einem 40-jährigen verheirateten Journalisten. Die Polizei verhörte alle, die Anne Stine gekannt hatte - aber den Mörder fand sie nicht.

Anne Stine Geisler



In diesem Keller fand man Stines Leiche





Der letzte Abend in Anne Stines Leben war sehr ereignisreich verlaufen, gleich mehrere Männer kreuzten an diesem Tag ihren Weg - und die Polizei hatte sie alle im Visier.

Stine jobbte neben dem Gymnasium im in Kopenhagen recht berühmten Café Wilder im Stadtteil Christianshavn. Hier kam ein ca. 40-Jähriger zu ihr. Sie sprachen kurz zusammen an einem Tisch, dann ging er.
Als Stine Feierabend hatte, radelte sie in ein anderes Stadtteil, dort traf sie sich mit dem 40-jährigen Journalisten, mit dem sie eine Affäre hatte. Später radelte sie weiter zu einem Schulfest und erzählte dort, dass sie sich von einem Mann getrennt hatte, in dem sie immer noch verliebt war.

Nach der Party radelte sie mit Freunden gemeinsam zurück in die Altstadt - dort sah ein Nachtwächter zu dem gleichen Zeitpunkt, als sie sich von ihren Freunden verabschiedete, vor dem Haus, in dem man ihre Leiche fand, einen jungen Mann in einer schwarzen Lederhose.

Nachdem nun bekannt geworden war, dass es endlich eine DNA des Mörders gibt, hat die Polizei Hinweise auf weitere Männer erhalten, die in jener Nacht in der Kopenhagener Altstadt gewesen waren.

Der Mord an Stine Geisler erregete 1990 wirklich großes Aufsehen in Dänemark, weil die Innenstadt Kopenhagens auf Pfingsten dank des Pfingst-Karnevals voller Menschen war. Wie konnte so etwas geschehen, ohne dass jemand was gehört oder gesehen hatte? Außerdem traf der Mord die Kopenhagener, die alle meist mit dem Rad unterwegs sind, an einer empfindlichen Stelle. Wahrscheinlich gibt es kaum jemanden in Kopenhagen, der noch nicht in einer dunklen Nacht mal sein Fahrrad in einem Hinterhof abgestellt hat. Viele kennen das unheimliche Gefühl, alleine in einem dunklen Hinterhof zu sein, irgendwo Geräusche zu hören ... es ist immer etwas unheimlich, und nun wurden diese Ängste durch den Mord an Stine bestätigt.

Jahre später diente der Mord auch als Vorlage für das Verbrechen in der TV-Serie "Kommissarin Lund".



Die anderen Fälle, die nun neu aufgerollt werden:

 1985 wurde Erna Jensine Östergaard in Kopenhagen in ihrer Wohnung ermordet. Sie wurde 80 Jahre alt, es war wahrscheinlich ein Raubmord. Der Mord war bestialisch, der Täter hatte ihr immer wieder in die Magenregion mit einem Papiermesser gestochen. Dann erwürgte er sie auch noch mit einer Plastiktüte.

1985 wurde Laila Kaarina Virtanen mit 35 Jahren in ihrer Massageklinik ermordet

1990 starb Hanne With mit 23 Jahren in der Silvesternacht in ihrer Wohnung in Kopenhagen. Hanne With war Prostituierte und drogenabhängig. Ihr Mörder hatte ihr den Hals durchgeschnitten und sie erstochen.

2007 wurde der Autohändler Freddie Olin Pedersen erwürgt, als er und seine Frau zuhause von Räubern überfallen wurden, beide fesselten und ihnen den Mund mit Tape zuklebte. Er erstickte.

1967 starb die Lehrerin Bente Pedersen

1988 wurde Ole Vens Harry Ibsen erschlagen

1988 wurde der 75-jährige Bauer Ove Victor Larsen ermordet und sein Hof angezündet

1997 starb Alice Kanslime

1998 fand man die Leiche von Birte Dannemann Jensen. Sie wurde 35 Jahre alt und verschwand bereits 1997.

1999 wurde die 88-jährige Astrid Beatrice Mortensen in ihrer Wohnung erstochen

1995 fand man Karmelia Marie Bianosom ermordet auf einen Spielplatz in Aalborg

1996 ermordete man Finn Jensen nach einem Besuch im Kasino, seine Leiche lag im Straßengraben

1997 wurde Connie Birgitte Svendson auf der Insel Bornholm ermordet.




11.08.12

Thomas Quick - seine angeblichen Morde

Fortsetzung zu diesem Blog-Beitrag
Es gab Urteile oder zumindest Geständnisse. Nun sind es Morde, die Thomas Quick nie begangen hat - eine lange tragische Liste ungeklärter Fälle:


Charles Zelmanovits. Er verschwand am 13. November 1976 bei einem Schulfest in Piteå – am 19. September 1993 fand man seine sterblichen Überreste in der Heide. Unmittelbar sah es nicht so aus, als läge ein Mord vor, aber Thomas Quick gestand den Mord. Er hatte 1976 allerdings kein Auto und hätte gar nicht in die Heide fahren können. Er behauptete allerdings, es gäbe einen Mittäter, der nach dem Mord Selbstmord begangen habe. 1994 wurde Quick ohne jeglichen Beweis verurteilt. Während des Prozesses bekam Quick immer wieder Wein-Attacken und musste mit Tabletten ruhig gestellt werden. – Das Urteil soll demnächst aufgehoben werden.

Marinus und Janni Stegehuis - ein holländisches Paar, das in Schweden Urlaub gemacht hatte. Am 13. Juli 1984 fand man sie erstochen in und neben ihrem Zelt am Ufer des nordschwedischen Sees Vuolep Appojaure. Neben den Leichen fand man neun leere Bierdosen, Marinus hatte jedoch nur 0.7 Promille, Janni hatte überhaupt nichts getrunken. Die beiden Holländer müssen also mit ihrem Mörder zusammen gefeiert haben, er muss einen Teil des Bieres getrunken haben. 20 km vom Tatort entfernt fand man später Jannis Handtasche. Quick gestand den Doppelmord 1994, kurz nach dem er wegen dem Mord an Zelmanivits verurteilt worden war. Ohne jegliche Beweise wurde er am 25. Januar 1996 verurteilt. – Das Urteil soll aufgehoben werden. Tragisch: In den Jahren nach dem Urteil sind mehrere Hinweise zum Doppelmord bei der Polizei eingegangen. Da es aber bereits ein Urteil gab, waren die Nachforschungen eingestellt worden.

Trine Jensen – Die 17-Jährige verschwand 1981 in Oslo. Zwei Monate später fand man ihre Leiche in einem Wald. Am 22. Juni 2000 wurde Quick deshalb verurteilt. Das Urteil wurde im April 2012 aufgehoben.

Gry Storvik – Die 23-Jährige wurde am 25. Juni 1985 tot auf einem Parkplatz bei Oslo gefunden. Man fand an ihrer Leiche Spermaspuren, die nichts mit Quick zu tun hatten, trotzdem wurde er am 22. Juni 2000 im gleichen Prozess, der auch wegen dem Mord an Trine Jensen geführt wurde, verurteilt. Das Urteil wurde im April 2012 aufgehoben.

Johan Asplund war 11 Jahre alt, als er 1980 aus Sundsvall verschwand. Eine Leiche wurde nie gefunden. Quick gestand den Mord 1993 – es war sein erstes Geständnis. 2001 wurde Quick verurteilt, aber Johans Eltern glaubten nie daran, dass Quick der Mörder war. Sie fechteten das Urteil immer wieder an, im Januar 2012 wurden alle Anklagen schließlich aufgehoben. 

Yenon Levi stammte aus Israel. Der 24-Jährige wurde am 11. Juni 1988 tot auf einem Waldweg in Schweden gefunden. 1997 wurde Quick wegen dem Mord verurteilt. 2009 beantragte Quick Revision, 2010 wurde er freigesprochen – außerdem soll er in diesem Fall auch Schadensersatz in Höhe von 240.000 Euro bekommen. Die Polizei hat im August 2012 die Nachforschungen erneut aufgenommen, u.a. gibt es DNS an Zigarettenkippen, die man am Tatort gefunden hat.


Therese Johannesen – einer der aufsehenerregendsten Morde, die Quick gestanden hat. Die 9-Jährige verschwand spurlos am 3. Juli 1988. Das kleine Mädchen war nur kurz weg, um Süßes zu kaufen und kam nie wieder nach Hause. Das letzte Mal sah man sie am Kiosk, sie kaufte mit dem Geld, dass ihr die Oma gegeben hatte, eine Cola und eine Schokolade. Der Angestellte sah noch, wie sie mit ihrer Tüte in der Hand wieder weg ging. Seitdem fehlt jede Spur von ihr. Quick gestand den Mord und er war sehr überzeugend. U.a. konnte er erzählen, dass Therese ein Ekzem gehabt hatte.  Er behauptete, die Leiche in einem See versenkt zu haben – der ganze See wurde leer gepumpt, aber die Leiche fand man nicht. Am 2. Juni 1988 wurde er trotzdem verurteilt, im März 2011 wurde die Anklage wieder zurück genommen und das Urteil aufgehoben.


Außer diesen Morden gab es noch ca. 30 andere in Finnland, Dänemark, Norwegen und Schweden, die Quick gestanden hat, bei denen es aber nie zu einem Prozess kam. In einigen der Fälle gab es schlicht und einfach gar keinen Mord, die angeblichen Opfer lebten. Andere Fälle waren verjährt oder es gab Zeugenaussagen, die Quicks Aussage widersprachen.


Einige der Morde, die Quick außerdem gestanden hat:
Thomas Blomgren – er starb 1964, Quick wurde an diesem Wochenende konfirmiert. Der Mord war verjährt, aber die Staatsanwaltschaft betrachtete den Fall lange Zeit als „geklärt“
Alvar Larsson – er verschwand 1967, Quicks Zwillingsschwester war jedoch in dem Zeitraum mit ihm zusammen.
Raine Svensson – er arbeitete in einem Krankenhaus, in dem Quick untergebracht war. Er verschwand 1971, eine Leiche wurde nie gefunden.
Benny Forsgren – er verschwand 1976.
Marianne Rugaas Knudsen – sie war nur 7 Jahre alt und verschwand 1981 in Oslo spurlos, ihre Leiche wurde nie gefunden.
Magnus Nork – er war nur 3 Jahre alt, seine Leiche fand man in einem Abfallraum in Jönköping in Schweden.


Die Angehörigen von Johan Asplund und Charles Zelmanovits fordern nun eine Untersuchungskommission, die herausfinden soll, wie es möglich sein konnte, dass Staatsanwaltschaft, Polizei und Gerichte dermaßen in die Irre geführt werden konnten.


Thomas Quick - der Mann, der ein Serienkiller sein wollte.



Er war ein pädophiler, nekrophiler Serienkiller, der seine Opfer auch noch aß. Ein Monster. In ganz Skandinavien will er eine Spur des Todes hinter sich gelassen haben – am Ende gestand er 30 Morde in Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark. Und seine Eltern hatten ihn dazu gemacht, als sie seinen kleinen Bruder vor seinen Augen getötet hatten.
Aber nichts davon war wahr. Alles ist nur eine unendliche Geschichte von Lügenmärchen und Phantasiegeschichten. Im Grunde war er sein ganzes Leben nur ein drogenkranker Kinderschänder, der – lange mit großem Erfolg! – versucht hat, als „Serienmörder“ einen besonderen Status zu erlangen.  Erst vor einigen Jahren – als Quick bereits wegen acht Morden verurteilt war – fiel das Kartenhaus der erfundenen Killergeschichten langsam in sich zusammen. Aber die Polizei, die Staatsanwaltschaft, die Gerichte – alle glaubten ihm viele Jahre lang seine Geschichten. Auch wenn z.B. seine Geschwister versicherten, dass die Eltern nie eines der Kinder getötet hätten. Und sie glaubten ihm auch dann noch, als Bergwalls Lügen immer offensichtlicher wurde und er Morde an Personen gestand, die immer noch lebten. Erst die Arbeit eines schwedischen Journalisten brachte alles ans Tageslicht.

Aftonbladet "Man erschuf ein Monster"

Thomas Quick kam als Sture Bergwall 1950 im schwedischen Falun zur Welt. Später – in seiner Zeit als Lügenbaron der Kriminalgeschichte – nannte er sich Thomas Quick und wurde unter diesem Namen über die Grenzen Skandinaviens hinaus bekannt. Seit 2002 nennt er sich wieder Sture Bergwall. Ich werde ihn hier weiterhin Thomas Quick nennen, weil er als solcher bekannt wurde.
Er wuchs mit sechs Geschwistern auf, u.a. einer Zwillingsschwester. Sie hat später berichtet, dass Thomas als Kind bereits sehr nervig, aggressiv und vor allem manipulativ war. Fest steht, dass er TB bekam und einige Zeit in einem Sanatorium verbringen musste. Es steht auch fest, dass er bereits im Gymnasium anfing, Lösungsmittel zu inhalieren und langsam zu einem drogenkranken jungen Mann wurde, der eine Schwäche für kleine Jungs hatte. Als 19-Jähriger belästigte er vier Jungen, während er in einem Krankenhaus arbeitete. Alle vier Kinder waren Patienten. Quick kam zum ersten Mal in die Psychiatrie.
Später stach er unter Drogen- und Alkoholeinfluss einen Mann nieder. 1991 kam er dann schließlich nach einer Geiselnahme und einem Überfall erneut in die geschlossene Psychiatrie. Sein Mittäter war nur 15 Jahre alt gewesen, und Quick war immer noch drogenkrank. Es hatte sich also seit seiner früheren Jugend trotz psychiatrischer Behandlung nichts geändert.
Als er nach einigen Jahren langsam wieder auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden sollte, bekam er eine kleine Wohnung. Dort fand man bereits nach kurzer Zeit Kinderporno, Quick sollte nun in einer anderen Anstalt eine intensive Psychotherapie bekommen.
Es waren die 90er Jahre, Serienmörder waren damals auf einmal DAS Thema. Der Film „Das Schweigen der Lämmer“ hatte Premiere, das Buch „American Psycho“ machte von sich Reden. Quick fand das alles sehr interessant. Jahrzehnte später sagte er zu dem Journalisten und Autor Hannes Råstam: „Ich begriff, dass man intelligent und gleichzeitig Serienmörder sein konnte, das war wichtig für mich.“
Als er während eines Freigangs in Stockholm war, besuchte er die Bibliothek und las auf Mikrofilm alles, was über das Verschwinden von Thomas Blomgren geschrieben worden war. Er wurde seit 1964 vermisst, es gab keinerlei Hinweise und Spuren. Quick lernte alles auswendig, und gestand bei der nächsten Therapie-Stunde, diesen Mord begangen zu haben.
Die Aktion war für ihn ungefährlich. Er wäre zum Tatzeitpunkt nur 14 Jahre alt gewesen. Die Psychiater hätten allerdings nur einmal in die Kalender schauen müssen, dann hätten sie gemerkt, dass das alles nicht stimmen konnte. Quick wurde genau an dem Wochenende, an dem Blomgren verschwunden war, konfirmiert und war tagelang von der ganzen Familie umgeben gewesen. Aber niemand überprüfte das, und dass Quick auch keine Leiche vorweisen konnte, schien ebenfalls niemanden zu stören.
Für Quick wurde das falsche Geständnis jedoch zum Erfolgserlebnis. Seine Psychiater nahmen ihn von nun an wirklich ernst, er bekam jede Menge Medikamente und jede Menge Aufmerksamkeit.
Kurz darauf gestand er einen neuen Mord, und nun begann sich die Polizei ernsthaft für diesen merkwürdigen Psychiatrie-Patienten zu interessieren.

Aus ganz Skandinavien kamen Ermittler mit ihren ungeklärten Fällen und hofften, in Quick endlich einen Täter gefunden zu haben. Sie wurden nicht enttäuscht! Quick gestand alles, was es zu gestehen gab. Auch Morde, die nie stattgefunden hatten. So suchte man in Norwegen einmal nach Quicks Anweisungen nach zwei Leichen in einem See. Bis sich dann heraus stellte, dass beide „Opfer“ noch lebten.
Journalist Hannes Råstam hatte sich lange für den Fall Thomas Quick interessiert. Nach dieser merkwürdigen Suche nach nicht existierenden Leichen wurde er misstrauisch. Er reiste nach Norwegen und sah das Verhörmaterial der norwegischen Polizei durch. Er war entsetzt, denn auf den Videos war eindeutig zu erkennen, dass Quick unter Medikamenten stand. Er rollte mit den Augen, er schrie und wirkte wie ein Verrückter. Ihm wurde klar, dass hier etwas nicht stimmen konnte.
Zurück in Schweden besuchte er Quick in der Psychiatrie, und in langen Gesprächen gab Quick nun endlich zu, dass alles erfunden war.
Quick wurde inzwischen in den meisten Fällen bereits wieder freigesprochen. Zwei Fälle stehen noch aus.
Hannes Råstam schrieb ein Buch über Quick, am 10. August ist es in Schweden erschienen. „Der Fall Thomas Quick“. Leider erkrankte der Autor während seiner Arbeit schwer. Er schrieb das letzte Kapitel fertig – am nächsten Tag starb er.






Inzwischen fordern Angehörige der Mordopfer eine Untersuchungskommission. Denn für sie ist es besonders schmerzhaft. Da Quick nicht der Mörder war  - wer war es dann?

Quicks Geständnisse 





06.08.12

Blog-Info - Mobiler Blog

Schon gewusst? Den Blog gibt es einem angepassten Layout fürs mobile Lesen

Skankrimi

Thomas Quick

Thomas Quick - der Möchtegern-Serienkiller. 30 Morde hat er gestanden, wegen 7 wurde er verurteilt. Die meisten Urteile sind inzwischen aufgehoben, bei den restlichen ist es nur noch eine Formsache. Der Fall Thomas Quick ist ein Justizskandal, wie er weltweit seinesgleichen sucht. Im Moment ist er in Schweden ein großes Thema, da ein Buch über den Fall erschienen ist.

Ich habe im Laufe der Jahre schon öfters über ihn geschrieben (damals, als er DER Serienmörder Schwedens war), und kann mich erinnern, dass ich es damals schon sehr merkwürdig fand, dass seine Opfer so unterschiedlich waren, genau wie die Mordmethoden, die Tatorte ... bei jedem seiner vielen Morde lagen völlig andere Umstände vor.

Ich bin im Moment dabei, alle Informationen über Thomas Quick zu sortieren, er wird das nächste große Thema hier sein.

Blog-Info

Mal wieder ein neues Layout - aber ich fand mich mit dem "dynamischen" einfach nicht zurecht, vor allem verschwanden alle Hinweise, der Blog-Counter, Gästebuch usw. Mal schaun, ob ich es wieder so aufbauen kann, wie es früher war

16.04.12

Prozess gegen Breivik beginnt

Um 9 Uhr beginnt der Prozess gegen Anders Behring Breivik. Der erste Tag wird hauptsächlich der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung gehören, ab morgen wird er selbst aussagen. ... Der Prozess beginnt zwar erst um 9 Uhr, aber seit 7 Uhr füllt sich langsam der riesige Pressesaal im Hotel gegenüber des Gerichtshauses, hier können wir den Prozess über Schirm verfolgen. Leider scheint es weniger Plätze als zugelassene Journalisten zu geben. Ich fürchte, aber 9 Uhr ist Schichtarbeit angesagt, oder einige werden einfach mit dem Laptop auf dem Boden sitzen.


Die Toten, Verletzten, Hinterbliebenen, Betroffenen, sind den Norwegern in diesen Tagen jedoch fast wichtiger als der Prozess.

Unter der Überschrift "Wir vermissen euch so sehr", hat die Zeitung VG auf einer Doppelseite noch einmal die Namen aller Opfer veröffentlicht.

Interessant ist auch die Reaktion von Khamshajiny Gunaratnam, einer Utøya-Überlebenden. Sie schreibt heute morgen auf Facebook: "Ich hoffe, alle halten die nächsten zehn Wochen durch und tun das, was sie selbst tun wollen.und was ihnen hilft. Vielleicht sind es gute Noten in der Schule, vielleicht ist es mehr Zeit für Freunde, vielleicht aber auch ein paar Tage mit dem Prozess. Whatever makes you happy. Whatever gives you closure.


...  ja, dieses Posting hab ich vor vielen vielen Wochen - ja, schon vor Monaten! -  geschrieben. Da dachte ich noch, ich könnte für den Blog über den Prozess schreiben, aber ich hatte gerade wegen dem Prozess sehr viel Arbeit und keine Zeit für den Blog. Sorry! 


13.04.12

Breivik - zurechnungsfähig oder nicht zurechnungsfähig - die unterschiedlichen Auffassungen der Psychiater

Wie ja bekannt ist, haben zwei verschiedenen Psychiatergruppen zwei verschiedene Diagnosen gestellt, die erste erklärte ihn für psychotisch und deshalb unzurechnungsfähig, die zweite für zurechnungsfähig. Hier die verschiedenen Punkte mit den verschiedenen Auffassungen der Ärzte

Die Psychiater Husby und Sørheim (sie erklärten ihn für unzurechnungsfähig) meinten folgendes:
1. Er ist psychotisch. Grund: Zwangsgedanken steuern sein ganzes Leben und seine Gedanken. Sie kommen zu dem Schluss, dass er unter paranoider Schizophrenie leidet und man weitere Persönlichkeitsstörungen erst behandeln kann, wenn man die Schizophrenie per Behandlung im Griff hat.
2. Er zeigt keine Emapthie. Grund: Die Psychiater fanden heraus, dass er seit 2006 praktisch keine Gefühle mehr empfindet. Sie erkannten, dass er stolz auf seine Handlungen ist, und dass er nicht beurteilen kann, wie die Gesellschaft darauf reagiert. Diese Symptome führten wiederum zur Diagnose "Paranoide Schizophrenie".
3. Er ist funktionsunfähig. Grund: Die Psychiater fanden, dass er wie ein Mensch, der ständig im Bett liegen muss, weder sozial, praktisch oder beruflich funktionstüchtig war.
4. Zwangsgedanken: Die Psychiater empfanden, dass er sich ständig wiederholt und dass er neue Wörter erschafft, weil er psychotisch ist.
5. Er leidet unter keinen Halluzinationen. Darüber waren sich die Psychiater einig.
6. Er leidet unter Paranoia. Grund: Die Psychiater erkannten die Paranoia darin, dass sich Breivik von der Polizei überwacht fühlte, und dass er immer wieder auf den Straßen nach versteckten Kameras Ausschau hielt. Auch seine Behauptung, er sei Teil eines Bürgerkriegs seien Zeichen der Paranoia.
7. Persönlichkeitsstörung: Die Psychiater meinen, dass Breivik alle fünf Kriterien erfüllt, wenn von einer Schizophrenie die Rede ist - u.a. Zwangsvorstellungen, unlogisches Sprechen und Funktionsunfähigkeit

Die Psychiater Tørrossem und Aspaas kamen zu einer ganz anderen Diagnose
1. Er ist nicht psychotisch. Sie empfanden Breiviks Beschreibung der "Knights Templar" als exentrisch und theatralisch. Sie sind davon überzeugt, dass er genau weiß, dass es diese Organisation nicht gibt und seiner Phantasie entsprungen ist.
2. Er zeigt keine Empathie (hier war man sich mit den beiden anderen Kollegen einig). Sie erkannten, dass er nichts bereut und dass er das gleiche noch einmal tun würde.
3. Er ist voll funktionsfähig. Der Grund: Auch wenn Breivik lange Zeit ein Doppelleben führte, ist das kein Zeichen dafür, dass er nicht funktionsfähig wäre, wie man es sonst bei ernsten psychischen Leiden beobachten kann.
4. Er hat keine Zwangsgedanken: Er entwickelt zwar ständig neue und bisher unbekannte Wörter wie "Ritterjustiz" oder "Nationaldarwinismus", aber das ist heutzutage ganz normal. Bis vor kurzem kannte man auch die Wörter "Butterkrise" nicht, ein Wort, das in diesem Winter in Norwegen sehr modern war.
5. Er leidet unter keinen Halluzinationen. Hier war man sich auch mit den zwei ersten Psychiatern einig.
6. Er ist nicht paranoid. Der Grund: Es ist bekannt, dass die Polizei Extremisten überwacht, es ist deshalb nur logisch, dass sich Breivik beobachtet fühlte und dass er davon überzeugt war, für die Polizei interessant zu sein.
7. Er hat keine Persönlichkeitsstörung  im Sinne von Schizofrenie. Der Grund: Er spricht zwar oft in Wir-Form, wenn er nur sich selbst meint, aber er geht davon aus, dass es jede Menge Gleichgesinnte gibt.

Breivik fordert Freispruch

Das haben seine Anwälte heute mitgeteilt. Er will freigesprochen werden, weil er in vorbeugender Notwehr gehandelt habe. .....

12.04.12

Blog-Infos

Ich habe den Blog ja nun auf den von Google angebotenen dynamischen Modus eingestellt. Das ist etwas merkwürdig, kann mich selbst damit kaum anfreunden. Aber der Modus hat eine tolle Möglichkeit. Ganz links oben gibt einen Button, da könnt Ihr von "Classic" auf  alles mögliche andere umstellen, jedes Mal sieht der Blog dann anders aus ... quasi, nach dem Motto: Wie es Euch gefällt.

Über mein Buch


Es gibt eine Rezension, bin ganz baff.
Wer wil, kann sie hier lesen Leipziger Online-Zeitung

11.04.12

Breivik-Prozess - Psychiater uneinig

Nachdem ihn die ersten für unzurechnungsfähig erklärt haben und ihm eine paranoide Schizofrenie diagnostizierten, meinten die neue Gruppe nun etwas anderes. Er sei zwar narzisstisch, aber ansonsten durchaus in der Lage, die Umwelt richtig einzuschätzen. Psychiater diskutieren nun in Norwegen miteinander und gegen einander, jeder scheint eine eigene Meinung zu haben. Eine Zeitung hatte dazu eine tolle Analyse: "Verrückt und trotzdem normal? Gibt es das?" - Tja, das ist die Frage

Breivik bereut - dass er nicht mehr Menschen getötet hat!


Sein Anwalt Geir Lippestad hat gestern berichtet, dass Breivik gerne noch mehr Menschen getötet hätte, seine Aussagen vor Gericht werden sehr unangenehm werden. Breivik hat sich übrigens wahnsinnig gefreut, nicht länger als unzurechnungsfähig zu gelten.

Übrigens wohnt er - für Gefängnisverhältnisse - recht schick. Er hat drei Zellen für sich, eine fürs Arbeiten, eine fürs Training und eine zum Schlafen. Eine Grafik über die Zellen ist hier zu sehen: Er hat einen Laptop, eine Kletterwand, ein Laufband usw

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass er - trotz allem - immer noch nur in U-Haft sitzt und deshalb gewisse rechtliche Ansprüche hat



10.04.12

Breivik nicht psychotisch

Erst wurde Anders Breivik ja unzurechnungsfähig erklärt, dann entschloss das Gericht, ihn vier Wochen lang unter psychiatrische Beobachtung zu stellen. Dazu richtete man eigens Räume im Gefängnis ein, damit Breivik während der Beobachtung "normal" leben konnte. Es gab auch keine Gefängniswärter in der Nähe. Heute Mittag haben die Psychiater nun ihren Bericht abgeliefert. Breivik ist NICHT psychotisch! Auszug aus dem Bericht: 1. Der Observierte war weder psychotisch, bewusstlos oder geistig zurückgeblieben während des Zeitpunkts der Taten. 2. Der Observierte hat kein ernstes psychisches Leiden, das bedeuten würde, dass eine realistische Einstellung zur Umwelt geschwächt werden könnte, er hat auch nicht unter starken Bewusstseinstörungen während der Taten gelitten. Der Observierte leidet an keiner geistigen Entwicklungsstörung. 3. Der Observierte war während der Untersuchung nicht psychotisch. Es besteht ein hohes Risiko für Wiederholungstaten. Der Untersuchungsbericht wird nun von gerichtsmedizinischen Kommission unter die Lupe genommen.

09.04.12

Anders Breivik - So wird der Prozess verlaufen

Der Prozess gegen Massenmörder Anders Breivik beginnt am 16. April und wird in mehreren Etappen verlaufen

16.-23. April 2012: Breivik und seine Anwälte werden eine Erklärung abgeben

25.-30. April 2012: Die Opfer der Osloer Bombe werden aussagen

3. Mai 2012 - Alles über den Tatort und die Waffen

4.-11. Mai 2012: Die Morde von Utøya werden behandelt

14.Mai-1.Juni 2012: Hinterbliebene, Überlebende und andere Utøya-Opfer werden aussagen

4. Juni 2012: Die Festnahme
4.-5. Juni 2012: Polizei berichtet über den Kontakt mit Breivik

7.-15. Juni 2012: Die Verteidiger und die Opferanwälte haben das Wort

18.-20. Juni 2012: Die Gerichtspsychiater legen ihre Berichte vor

21.-22. Juni 2012: Die Plädoyes

Es kann sich natürlich alles verschieben, und es ist noch nicht bekannt, wie lange das Gericht für das Urteil brauchen wird.


Aftonposten hat eine Grafik des Gerichtssaals veröffentlicht. Die orange Figur ist Breivik, neben ihm sind die Verteidiger

Die fünf Richter in der obersten Reihe sind
Wenche Arntzen, sie leitet den Prozess. Ihr Nebenrichter ist Arne Lyng.
Dazu gibt es drei Schöffen: Thomas Indrebø (eigentlich Innenarchitekt), Ernst Nielsen (eigentlich Sachbearbeiter bei der Stadt Oslo) und Diana Fynbo (Lehrerin)

Die vier Personen die vor den Richtern sitzen, sind die Sachverständigen, die vier Psychiater Terje Tørrrissen, Agnar Aspaas, Torgeir Husby und Synne Sørheim

Links - gegenüber von Breivik, sitzt die Staatsanwaltschaft in der vorderen Reihe, und die Opferanwälte in der hinteren Reihe. Die Staatsanwaltschaft wird von Enga Bejer Engh und Svein Holden vertreten, neben ihnen sitzen die jeweils zuständigen Ermittler der Polizei.

Es gibt 193 Zuhörerplätze,die sich Journalisten und Angehörige teilen müssen, daneben mehrere Räume für Dolmetscher.

In den Kästen hinter Breivik sitzen Sicherheitsleute, und dahinter gibt es noch weitere Bänke für Opfer und Hinterbliebene aus ganz Oslo. Sie dürfen aufgrund von Platzmangel jedoch nur dann dort sitzen, wenn der Fall ihres toten Angehörigen oder ihr eigener Fall besprochen wird.

22. Juli 2011 / Oslo-Utoya - Das Buch ist da!

 Ein Blog über skandinavische Kriminalfälle und kein Wort über den 22. Juli 2011?

Dieser Tag war so schrecklich, die Leiden so unfassbar, dass es den Blog gesprengt hätte.

Aber es entstand ein Buch daraus, ein Buch, in dem ich auch noch über ein paar andere Kriminalfällte berichte.

Es ist vor kurzem erschienen.

Heute in einer Woche beginnt der Prozess gegen Breivik. Im Blog wird man dann Aktuelles dazu erfahren
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01.03.11

Aktuelles - Coca-Cola-Boykott für Martine Vik

Der Mord an der norwegischen Studentin Martine Vik Magnussen ist in Norwegen immer noch ein sehr heißes Thema.

Martine studierte in London, am 14. März 2008 verabschiedete sie sich von ihren Freundinnen, sie wollte noch zu einer Party. Als Martine nicht mehr heimkam, suchten ihre Freundinnen sie über Facebook. Die Polizei bekam einen Tipp, sie solle bei dem Studenten Farouk Abdulhak nachsehen. Am 16. März fand man ihre Leiche im Keller des Gebäudes, in dem Farouk wohnte. Ihr Mörder hatte sie vergewaltigt und erdrosselt. Bereits am 18. März wurde der Student von Scotland Yard international gesucht.

Es stellte sich dann heraus, dass der Privatjet seiner jemenitischen Familie bereits am 15. März in London gelandet war, noch am gleichen Tag war die Maschine mit Farouk an Bord zurück in den Jemen geflogen.

Farouk stammt aus einer unermesslich reichen Familie im Jemen, sein Vater versorgt unter anderem viele arabische Staaten mit Coca Cola, er wird als "Zuckerkönig" bezeichnet. Außerdem war er Mercedes-Agent, jeder, der vor Ort einen Mercedes wollte, musste über seine Firma kaufen.

Jemen muss Farouk nicht ausliefern.

Norwegische Politiker haben im Dezember 2011 die Firmen angeschrieben, die mit Farouks Vater zusammen arbeiten. Mercedes hat die Zusammenarbeit im Februar 2011 eingestellt, Coca Cola nicht. Deshalb haben Martines Freunde über Facebook zu einem Boykott von Coca Cola aufgerufen, 30.000 Norweger haben bisher unterschrieben.

Hier die Web-Site der Martine-Freunde.

Und hier ein Film über ihr Leben, die letzten Clips im Film entstanden drei Monate vor ihrem Tod

28.02.11

Olof Palme - 25 Jahre nach dem Mord -2

Genau heute vor 25 Jahren wurde um 23.21 Uhr Olof Palme auf dem Heimweg nach einem Kino-Abend erschossen. Bis heute gilt der Mord als nicht geklärt, obwohl Palmes Familie da anderer Ansicht ist. In den 25 Jahren sind über 3000 Ordner bei der Polizei entstanden - sie füllen 225 Meter Regalwand! Im Moment wird alles neu organisiert.

1989 wurde Christer Pettersson verurteilt, dann aber in zweiter Instanz wieder freigesprochen. Er ist inzwischen verstorben. Die Mordwaffe wurde nie gefunden, und Pettersson hat nie gestanden.

Lisbeth Palme hat ihn jedoch als den Mörder ihres Mannes identifiziert, und für sie und auch ihre Söhne scheint es keine Zweifel mehr zu geben.

Trotzdem gibt es so viele Spuren und Hinweise, Gerüchte, Konspirationstheorien usw. Der Mord ist zweifelsohne das größte Rätsel in der skandinavischen Kriminalgeschichte

21.02.11

In eigener Sache - Back!

Es war eine lange Winterpause - seit Oktober ist hier nichts mehr passiert, dafür gab es verschiedene Gründe.
Aber nun wird hier hoffentlich wieder einiges passieren!
Wünsche nachträglich allen Lesern ein gutes 2011!