06.11.08

Neues von Peter Lundin

Ekstra Bladet berichtet: "So mordete ich Marianne"

Der Fall Peter Lundin ist wieder in aller Munde.


Peter Lundin hatte als junger Mann bereits seine Mutter in den USA getötet, nach der Haftstrafe kehrte er mit seinem Vater nach Dänemark zurück.

Dort ermordete er im Juni 2000 seine Freundin Marianne Petersen und deren beiden Söhne Brian (12) und Dennis (10). Die Leichen zerstückelte er, sie wurden nie gefunden.


Vom Gefängnis aus machte er immer wieder Frauenbekanntschaften, eine schwängerte er, eine heiratete er im Sommer 2008. Einer anderen Frau schickte er zahlreiche Kassettenbänder, auf denen er nun zum ersten Mal schilderte, warum und wie er Marianne und ihre Söhne getötet hatte. Die Frau hat diese Kassettenbänder der Zeitung "Ekstra Bladet" gegeben, die Peter Lundins Schilderungen wortwörtlich veröffentlichte. "Ekstra Bladet" hofft mit dieser Aktion zu erreichen, dass Peter Lundin nie mehr frei kommt.



Hier einige kurze Auszüge aus dem Lundin-O-Ton:
"Es passierte so schnell, ich kann mich erinnern, dass ich ihren Kopf nahm und herumdrehte, ich wollte ihr den Kopf abreissen, es war ganz spontan. Ich dachte, diese Frau will dich verklagen, sie will dein Leben zur Hölle machen. Aber dann atmete sie nicht mehr, sie lag nur da. Und dann sah ich, dass sie sich angepinkelt hatte, und da fiel mir ein, dass das Menschen nur tun, wenn sie tot sind. Ich bekam wirklich Angst, mein Herz schlug ganz schnell."
"Da war ein rechtsmedizinischer Professor in meinem Prozess, der meinen Bericht bestätigt hat. Es war durchaus möglich, dass ein Mensch plötzlich stirbt, wenn man seinen Kopf schnell herumdreht ... Er sagt, dass kann einmal passieren, aber nicht drei Mal. ... Und darum ging es dann eigentlich auch, darum, dass es drei waren."


"Ich erzähle dir hier die Wahrheit, ich kann mich erinnern, dass ich mich in einer Lage befand, in der ich dachte, dass es das nicht wert ist. Ich sah mich selbst in der Todeszelle sitzen. Jetzt weiß ich ja, dass es in Dänemark keine Todesstrafe gibt, aber damals habe ich das nicht gewusst."


"Ich glaube nicht, dass du es verstehen kannst."


"Baby, hör zu. Ich hoffe, dass du es verstehst. Ich liebe Geld, dass muss ich einfach. Ich habe oft daran gedacht, einfach eine Bank auszurauben, aber das wollte ich nicht. Ich wollte nichts tun, was mir die Freiheit nehmen kann. Ich wollte kein Verbrecher werden, ich will kein Gangster sein. Ich will nur ordentlich leben.
Du bist ja keine juristische Expertin, aber du kannst sicherlich sehen, dass das kein vorsätlicher Mord war.
Ich musste etwas tun, um zu überleben, und das ist genau das, was ich getan habe. Yeah, Baby, ich möchte gerne, dass du mir vergibst, ich war ein Tier Baby. Du darfst mir keine Vorwürfe machen, Baby. Die Person, die ich heute bin, könnte so etwas nie tun."


Ekstra Bladet: "Die geheimen Bänder ... Lundins eigene Worte"

Auslöser für den tödlichen Wutanfall war also Angst vor einer Anzeige, denn Lundin hat Marianne Petersen regelmäßig bestohlen. Marianne lebte selbst ein hartes Leben, sie leitete eine "Massage-Klinik", ihr Mann war an Krebs gestorben. Und trotz ihres Rotlichtdaseins versuchte sie alles, um ihren Kindern eine ganz normale Kindheit zu bieten. Das gelang ihr auch, bis sie Peter Lundin kennenlernte, der sofort bei ihr einzog. Er betäubte sie regelmäßig mit Schlaftabletten, dann nahm er ihr Geld und zog los. Das Geld gab er meist bei Prostituierten aus.

Auf seinen Bändern, die er in Englisch besprochen hat, nennt er Marianne immer nur "Hure". Er spricht voller Verachtung von dieser Frau, die ihn geliebt und verersucht hatte, ihn zu helfen.

Ekstra Bladet hat einen Teil der Bänder online gelegt, man kann selbst hineinhören und sich ein Bild von Peter Lundin machen. Seine grauenhaften Geschichten hat er mit idyllischer Panflötenmusik unterlegt ...