25.04.09

Crime-Telegramm / Morddrama im schwedischen Hochadel / Teil 2

Der mutmaßliche Schütze, ein Türsteher, wurde gefasst. Die Ex-Gräfin war öfters in dem Lokal, in dem der Mann als Türsteher arbeitet, die beiden kennen sich also.

Deswegen hat die Staatsanwaltschaft heute die Verhaftung der Ex-Gräfin beantragt (sie war ja bisher nur festgenommen), und der Haftrichter kam dem Antrag nach. Sie kam in U-Haft. Die Frau weist jede Schuld von sich.

Man wird sehen, was der festgenommene Türsteher in den nächsten Tagen zu sagen hat.

Dem angeschossenen Grafen und seiner verletzten Lebensgefährtin scheint es wieder besser zu gehen.

23.04.09

Crime-Telegramm / Morddrama im schwedischen Hochadel

Schweden hat einen handfesten Adelsskandal!
Am späten Dienstag Nachmittag wurde mitten in der Stockholmer Innenstadt auf einen Grafen und dessen hochschwangere Lebensgefährtin geschossen.

Graf P. kam mit seiner Lebensgefährtin zur Storekyrkan-Schule in der Stockholmer Altstadt. Offenbar wollte er dort seine Töchter abholen. Als das Paar vor der Schule stand, eröffnete ein Mann das Feuer. Er schoss ca. acht Mal auf das Paar, dann flüchtete er auf einer gelben Vespa. Anwohner hatten beobachtet, dass der Mann mit der gelben Vespa drei Stunden vor der Schule gewartet hatte.

Der Graf und seine Freundin stürzten schwer verletzt zu Boden, die Hochschwangere konnte aber noch über Handy die Polizei alarmieren, ein in der Nähe wohnender Arzt kam zufällig vorbei und leistete Erste Hilfe. Graf P. erlitt Kopf- und Brustverletzungen, seine schwangere Freundin wurde ebenfalls schwer verletzt.

Trotzdem konnte sie am Donnerstag aussagen, dass sie den Täter noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Andere Einzelheiten über den Gesundheitszustand der beiden Opfer sind noch nicht bekannt.

Nur wenige Stunden nach der Tat wurde ein in Schweden sehr bekannter Werbefachmann festgenommen. Er stand unter Tatverdacht, hatte jedoch ein Alibi. Am Mittwoch kam er wieder frei. Stattdessen nahm die Polizei nun die Ex des Grafen fest.

Die zwei Festnahmen haben dazu geführt, dass nun pikante und problembeladene Einzelheiten aus dem Leben des Grafen bekannt werden. Bisher wird der Name des Grafen zwar noch nicht genannt, aber jeder in Schweden kennt ihn inzwischen, da man weiß, auf welchem Schloss er wohnt. Graf P. galt bisher als biederer Gutsherr mit einem glücklichen Händchen für die Landwirtschaft und guten Beziehungen zum Königshaus. Hinter den vornehmen Schlossmauern müssen sich in den letzten Jahren jedoch einige Dramen abgespielt haben!

Der Werbefachmann soll - so eine Zeitung - unter Verdacht geraten sein, weil ein DNA-Test vor kurzem gezeigt hatte, dass seine Tochter gar nicht seine Tochter ist. Graf P. soll der Vater sein.

Die Ex des Grafen kam anschließend ins Fadenkreuz der Polizei, weil sie um das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder streitet. Die momentane Theorie der Polizei: Sie hat einen Killer angeheuert, der den lästigen Grafen aus dem Weg räumen sollte.
Die Freunde der Frau sind von ihrer Unschuld überzeugt, und vorläufig konnte der Vespafahrer - der von vielen gesehen wurde - nicht gefasst werden, obwohl es in Stockholm eigentlich nicht viele gelbe Vespas geben dürfte.

Vielleicht gibt es jedoch auch ganz andere Hintergründe für die Tat.
Vielleicht war es sogar eine Verwechslung.
Und vielleicht wird er hoffentlich mal wieder so fit sein, dass er selbst zu dem ganzen Wirrwarr Stellung nehmen kann.

Ganz aktuell wirkt es ziemlich merkwürdig, dass die Polizei noch kein Phantombild des Vespafahrers veröffentlicht hat und den Mann auch nach zwei Tagen immer noch nicht gefunden hat.

Man wird aber so oder so noch einiges über diesen doppelten Mordversuch in vornehmsten Kreisen hören.

20.04.09

Thomas Quick - ein Mann, der ein Serienkiller sein wollte?

Ganz aktuell, ganz schnell hier im Blog:

Thomas Quick beantragt heute einen neuen Prozess, und wahrscheinlich wird ihr ihn bekommen. Damit könnte der größte Rechtsskandal in Schweden ins Rollen kommen.

Quick gilt seit über einem Jahrzehnt als "der" Serienkiller Schwedens. Er soll zehn kleine Jungen, ein holländisches Pärchen und einen isralischen Touristen ermordet haben (dazu später ausführlichere Infos). Insgesamt hat er 33 Morde in Schweden und Norwegen gestanden!

Heute nimmt er alle seine Geständnisse zurück, und Experten sind davon überzeugt, dass er wirklich gelogen hat. So hat er einen Mord genauso beschrieben, wie er in einer TV-Rekonstruktion geschildert wurde, obwohl in dieser Sendung einige Fehler eingebaut waren. Fakten, die nur der wirkliche Mörder kennen konnte, wurden verändert oder falsch geschildert.

Außerdem stand er während der Geständnisse unter Drogen, er war psychisch krank und wurde mit Medikamenten behandelt.

Schon damals, als Quick als Serienmörder verurteilt wurde, gab es in Skandinavien viele Zweifler. Es schien keinen Zusammenhang zwischen den Morden zu geben. Die ganzen Geschichten schienen ZU verrückt zu sein, man suchte nach Quicks Angaben nach Leichen, die man nicht fand usw.
Falls ein neuer Prozess nun Quicks Unschuld bestätigt, gibt es eine tragische Schlussfolgerung: Viele Morde in Schweden und auch Norwegen müssen neu aufgerollt werden! Die wirklichen Mörder sind immer noch auf freiem Fuß.