12.01.10

Mörderischer Sommer - Die lange Suche nach dem Zweifach-Mörder Ulf Olsson


"Ulf Olsson hat sich erhängt" - Das war gestern in Schweden DIE Nachricht des Tages. Bizarr waren die Umstände seines Todes, denn kurz zuvor hatte er den Freitod in seinem Blog angekündigt. Denn obwohl er verurteilt war und in der geschlossenen Psychiatrie saß, hatte er Internetzugang. "Lieber tot, als hier lebendig begraben zu sein", schrieb er. Dann nahm er ein Bettlaken und erhängte sich.

Ulf Olsson hat 1989 zwei grausame Morde begangen, aber erst 2004 konnte er festgenommen werden. Obwohl DNA-Spuren keine Zweifel daran ließen, hielt er bis zum Ende an seiner Unschuld fest. Warum? Hatte er alles völlig verdrängt? Und hatte er eventuell sogar noch andere Morde auf dem Gewissen? Mit Sicherheit wird man es nun nach seinem Tod nicht mehr sagen können. Auch andere Fragen bleiben unbeantwortet. Vor allem die Wahl seiner Opfer könnte diametraler nicht sein. Ein unschuldiges Kind und eine Prostituierte. Warum hat er sie ausgewählt? Fest steht, dass der Mann, der im idyllischen Astrid-Lindgren-Städtchen Vimmerby lebte, im Sommer 1989 in Mittelschweden Angst und Schrecken verbreitete.