09.04.12

Anders Breivik - So wird der Prozess verlaufen

Der Prozess gegen Massenmörder Anders Breivik beginnt am 16. April und wird in mehreren Etappen verlaufen

16.-23. April 2012: Breivik und seine Anwälte werden eine Erklärung abgeben

25.-30. April 2012: Die Opfer der Osloer Bombe werden aussagen

3. Mai 2012 - Alles über den Tatort und die Waffen

4.-11. Mai 2012: Die Morde von Utøya werden behandelt

14.Mai-1.Juni 2012: Hinterbliebene, Überlebende und andere Utøya-Opfer werden aussagen

4. Juni 2012: Die Festnahme
4.-5. Juni 2012: Polizei berichtet über den Kontakt mit Breivik

7.-15. Juni 2012: Die Verteidiger und die Opferanwälte haben das Wort

18.-20. Juni 2012: Die Gerichtspsychiater legen ihre Berichte vor

21.-22. Juni 2012: Die Plädoyes

Es kann sich natürlich alles verschieben, und es ist noch nicht bekannt, wie lange das Gericht für das Urteil brauchen wird.


Aftonposten hat eine Grafik des Gerichtssaals veröffentlicht. Die orange Figur ist Breivik, neben ihm sind die Verteidiger

Die fünf Richter in der obersten Reihe sind
Wenche Arntzen, sie leitet den Prozess. Ihr Nebenrichter ist Arne Lyng.
Dazu gibt es drei Schöffen: Thomas Indrebø (eigentlich Innenarchitekt), Ernst Nielsen (eigentlich Sachbearbeiter bei der Stadt Oslo) und Diana Fynbo (Lehrerin)

Die vier Personen die vor den Richtern sitzen, sind die Sachverständigen, die vier Psychiater Terje Tørrrissen, Agnar Aspaas, Torgeir Husby und Synne Sørheim

Links - gegenüber von Breivik, sitzt die Staatsanwaltschaft in der vorderen Reihe, und die Opferanwälte in der hinteren Reihe. Die Staatsanwaltschaft wird von Enga Bejer Engh und Svein Holden vertreten, neben ihnen sitzen die jeweils zuständigen Ermittler der Polizei.

Es gibt 193 Zuhörerplätze,die sich Journalisten und Angehörige teilen müssen, daneben mehrere Räume für Dolmetscher.

In den Kästen hinter Breivik sitzen Sicherheitsleute, und dahinter gibt es noch weitere Bänke für Opfer und Hinterbliebene aus ganz Oslo. Sie dürfen aufgrund von Platzmangel jedoch nur dann dort sitzen, wenn der Fall ihres toten Angehörigen oder ihr eigener Fall besprochen wird.

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